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Derma Köln - Infektiologie

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Bei Condylomata acuminata – auch unter dem Begriff Feigwarzen, Feuchtwarzen und Genitalwarzen bekannte Warzen – handelt es sich um eine Virusinfektion.

Feigwarzen werden fast immer durch das humane Papillomvirus verursacht. Die auch Kondyloma-Viren genannten. Die Krankheitserreger werden am häufigsten durch Kontaktinfektion beziehungsweise Schmierinfektion beim Geschlechtsverkehr oder Intimkontakt übertragen. Eine Übertragung der Erreger von der Mutter auf das Kind bei der Geburt ist ebenfalls möglich. Bislang nicht eindeutig geklärt ist, ob genitale HP-Viren auch nicht-sexuell übertragen werden können, beispielsweise durch verunreinigte Gegenstände oder gemeinsames Baden. Es gibt allerdings dokumentierte Fälle, bei denen eine sexuelle Übertragung ausgeschlossen werden konnte.

Etwa 1 % bis 2 % der sexuell aktiven Bevölkerung haben sichtbare Feigwarzen. Darüber hinaus weisen ca. 5 % bis 10 % der Bevölkerung subklinische auf, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind und in der Regel nicht diagnostiziert werden. Das Risiko, im Laufe des Lebens eine HPV-Infektion durchzumachen, wird zwischen 75 % und 80 % beziffert. Aufgrund der hohen Infektiosität und Verbreitung ist eine HPV-Infektion eine fast zwangsläufige Konsequenz sexueller Kontakte. Fünf Jahre nach Beginn der sexuellen Aktivität haben sich ca. 70 % aller Frauen mit mindestens einem anogenitalen HPV-Typ infiziert. Die Mehrzahl der Infektionen verläuft ohne klinische Symptome und ist nach einiger Zeit selbst mit aufwendigen Methoden nicht mehr nachweisbar.

Zwischen der Infektion und dem Auftreten von Feigwarzen kann eine vergehen wenige Wochen, es können jedoch auch viele Monaten, selte sogar Jahre vergehen. Die Krankheitserreger bilden bei Männern und Frauen meist in der Genitalregion oder am After in der Regel kleine Warzen, die jedoch zur Beetbildung neige. Auch intraanale, intravaginale oder urethrale Kondylome sind möglich. Kondylome im Mund sind möglich, aber vergleichsweise selten. Insgesamt ist diese Erkrankung selbst unbehandelt nicht tödlich, kann jedoch erheblichen negativen Einfluss auf die (sexuelle) Lebensqualität des Patienten erlangen.

In etwa 30 % der Fälle heilen aufgetretene Feigwarzen von selbst wieder ab. Da HPV häufig in Zusammenhang mit einem erhöhten Krebsrisiko genannt wird, sei darauf hingewiesen, dass eine alleinige Infektion mit Niedrigrisikotypen, die Condylomata acuminata auslösen, das Krebsrisiko in der Regel nicht erhöht. Da Hochrisikotypen aber den identischen Infektionsweg wie Niedrigrisikotypen haben, ist bei Condylomata acuminata eine parallele Infektion mit einem Hochrisikotyp nicht ausgeschlossen. Falls die Infektion mit Hochrisikotypen aber besteht, erhöht sich deutlich das Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.

Neben der Chirurgischen Entfernung ist eine Warzenentfernung mit Laser möglich. Es bestehen aber auch unterschiedliche medikamentöse Behandlungsoptionen.